Wählen Sie einen repräsentativen, begrenzten Workload. Dokumentieren Sie Ressourcen und Abhängigkeiten, vereinbaren Sie Zuständigkeiten und prüfen Sie Betrieb und Ausstieg anhand klarer Kriterien. Ein erfolgreicher Testcluster allein belegt noch keine Produktionsreife.
1. Eine repräsentative Anwendung auswählen
Wählen Sie einen Workload, dessen Anforderungen Ihr Team versteht. Er sollte genügend reale Eigenschaften enthalten, um etwas zu lernen: etwa einen öffentlichen HTTP-Zugang, Konfiguration und einen persistenten Datenbestand. Halten Sie den Umfang klein genug, um das Ergebnis eindeutig bewerten zu können.
Beginnen Sie mit Testdaten und einem klaren Ziel. Beispielsweise: Die Anwendung lässt sich nach dokumentiertem Ablauf ausrollen, ist über den vorgesehenen Zugang erreichbar und behält ihre Daten bei einem vereinbarten Test. Nutzen Sie keine echten Kundendaten, wenn diese für die Entscheidung nicht nötig sind.
2. Bedarf und Abhängigkeiten erfassen
Notieren Sie erwartete CPU- und RAM-Anforderungen, Speicherbedarf und Lastspitzen. Beschreiben Sie externe Datenbanken, APIs, Zertifikate und DNS-Abhängigkeiten. Die konkrete Maschinenkonfiguration wird daraus abgeleitet und nicht aus einer pauschalen Node-Zahl.
- Anwendung, Container-Images und Deployment-Verfahren benennen
- CPU, RAM, Storage, Traffic und Lastspitzen abschätzen
- Öffentliche und interne Zugänge unterscheiden
- Datenwachstum und externe Abhängigkeiten dokumentieren
3. Zuständigkeiten vor dem Start klären
Managed Kubernetes legt nicht automatisch fest, wer jede Anwendung betreibt. Lassen Sie schriftlich festhalten, wer Cluster, Infrastruktur, Anwendung und Daten betreut. Klären Sie ebenfalls, wer Updates freigibt und bei einem Vorfall entscheidet.
Die Kubernetes-Dokumentation nennt Verfügbarkeit, Skalierung, Sicherheit und Zugriffe als wichtige Produktionsfragen. Übersetzen Sie diese Punkte in Ihren Pilotumfang: Welche Konfiguration wird geprüft, welche Einschränkungen bleiben und welche Nachweise braucht Ihr Team?
| Bereich | Konkrete Frage |
|---|---|
| Infrastruktur und Cluster | Welche Aufgaben übernimmt der Betreiber? |
| Anwendung und Daten | Was bleibt bei unserem Team? |
| Wartung und Vorfälle | Wer informiert wen, und welcher Support ist vereinbart? |
| Backup und Restore | Welche Daten werden gesichert und wie wird Restore geprüft? |
| Kosten und Ausstieg | Welche Gebühren, Fristen und Exportwege gelten? |
4. Messbare Abnahmekriterien vereinbaren
Definieren Sie vor dem Test, welches Ergebnis genügt. Ein sichtbarer Clusterstatus kann ein Kriterium sein; die Anwendung muss zusätzlich erreichbar sein und ihre fachlich relevanten Funktionen erfüllen. Vereinbaren Sie, welche Fehler- oder Wiederherstellungsszenarien zum Pilot gehören.
Dokumentieren Sie Ergebnis, Testzeitpunkt, Versionen und verbleibende Einschränkungen. Erklären Sie Abweichungen und wiederholen Sie betroffene Prüfungen nach Änderungen. So wird aus einer Demo eine Grundlage für die Entscheidung.
- Deployment und Erreichbarkeit der Anwendung prüfen
- Zugriff und vereinbarte Berechtigungen kontrollieren
- Persistente Daten und gegebenenfalls vereinbarten Restore testen
- Kosten, offene Punkte und nächste Schritte gemeinsam dokumentieren
5. Den Ausstieg mitplanen
Ein Pilot ist zeitlich und inhaltlich begrenzt. Legen Sie vorher fest, ob und wie er verlängert werden kann. Prüfen Sie, welche Daten exportiert werden und wie Sie deren Nutzbarkeit kontrollieren. Das ist auch bei einem erfolgreichen Pilot wichtig.
Löschen Sie Ressourcen erst nach einer überprüften Übergabe. Kündigung, Aufbewahrung und Löschung gehören ins Angebot, ebenso der Umgang mit verbleibenden Kosten. Ein automatisches Kundenportal ersetzt diese Vereinbarung nicht.
6. ClusterPilot Cloud Pilot anfragen
ClusterPilot Cloud richtet sich an Teams, die Kubernetes und Infrastruktur über einen Ansprechpartner beziehen möchten. Die Pilotphase ist in Vorbereitung. Ein eigener Cloud-Provider-Account ist im geplanten Modell nicht erforderlich.
Sie können Starter, Pro oder Business sowie monatliche oder jährliche Plattformabrechnung als Wunsch auswählen. Das Formular bereitet derzeit eine E-Mail mit Ihren Angaben vor, die Sie selbst absenden. Die Anfrage ist unverbindlich. Preise, Termine und Betriebsleistungen werden vor dem bezahlten Pilot separat bestätigt.
Fragen zum ersten Managed-Kubernetes-Pilot
Muss ich schon eine fertige Kubernetes-Anwendung haben?+
Nicht zwingend. Beschreiben Sie den aktuellen Stand und das Ziel. Im Angebot wird festgelegt, welche Vorbereitung zum Pilot gehört.
Beweist ein erfolgreicher Pilot die Produktionsreife?+
Nur für die tatsächlich geprüften Kriterien und Konfigurationen. Produktionsbetrieb, Verfügbarkeit, Wiederherstellung und Support brauchen einen eigenen qualifizierten Umfang.
Ist die Anfrage bereits eine Bestellung?+
Nein. Der bezahlte Pilot wird nach Prüfung mit separatem Angebot und Vereinbarung gestartet.